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28.09.2026 - Schule 📚

vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Heute geht es um die Schule 📚


Zum Zeitpunkt meines Aufenthalts waren gerade Schulferien. An einem Freitag wartete ich um 13:00 Uhr vergebens auf die Kinderschar, die normalerweise zum Mittagessen eintrudelt. Nach einer Stunde Warten gab ich auf und ging mit einem Doggybag nach Hause.


Unsere kleinen Kinder warteten ganz geduldig auf die anderen – ohne Weinen oder Stürmen. Um 15:00 Uhr war es dann endlich so weit: Alle kamen zurück, sehr hungrig, und stürzten sich auf das Mittagessen. Wenn die Lehrer hier beschliessen, dass die Schule vor den Ferien zwei Stunden länger dauert, dann ist das eben so. 😄


Internat und zusätzliche Förderung


Unser ältester Junge besucht seit Juli ein Internat, das rund fünf Fahrstunden von uns entfernt ist. Da seine schulischen Leistungen noch nicht so sind, wie sie sein sollten, durfte er die Ferien nicht zu Hause verbringen. Stattdessen erhält er zusätzlichen Unterricht, damit er den Lernstoff aufholen kann.


Das bedeutet natürlich auch, dass wir ihn erst in den Dezemberferien wiedersehen werden. Zwar gibt es etwa alle ein bis zwei Monate einen Besuchstag, aber viel mehr Kontakt ist aufgrund der grossen Distanz leider nicht möglich.


Eine Schule, die individuelle Bedürfnisse berücksichtigt


Während meines Aufenthalts durfte ich mir auch eine besondere Schule für eines unserer Kinder anschauen. Aufgrund gesundheitlicher Bedürfnisse braucht dieses Kind eine andere Form der schulischen Förderung und Begleitung. Umso wichtiger ist es für uns, eine Schule zu finden, die auf seine individuellen Möglichkeiten eingehen kann. Besonders beeindruckt hat mich, wie dort die Schuljahre für Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gestaltet werden.


Es gibt quasi eine Primarschule mit drei Stufen, welche die Kinder innerhalb von maximal sechs Jahren durchlaufen können. Diejenigen, die im Alter von zwölf Jahren bereit für die Oberstufe sind, besuchen dort drei weitere Klassen.


Dabei geht es nicht nur um schulisches Wissen. Die Kinder lernen auch ganz praktische Dinge für ihren Alltag und ihre spätere Selbstständigkeit, zum Beispiel:

  • einfache Gerichte zuzubereiten, etwa Kartoffeln zu schälen und daraus Pommes zu machen

  • nähen und bügeln

  • Halsketten herstellen

  • den Umgang mit dem Computer


Für unser Kind wäre noch ein Platz frei und es besteht die Möglichkeit, drei Wochen zum Schnuppern zu kommen. Anschliessend können sowohl wir als auch die Schule entscheiden, ob dieser Weg weitergeführt werden soll.


Eine weitere Herausforderung ist der Transport, dazu müssen wir uns noch genauer informieren. Zunächst steht jedoch noch eine medizinische Abklärung an, da die Schule aktuelle Informationen benötigt.


Wir sind gespannt, wie sich diese Möglichkeit entwickelt. Für jedes Kind den richtigen Weg zu finden und seine individuellen Fähigkeiten zu fördern, ist uns besonders wichtig.



 
 
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